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Themen der Landesausstellung „Bier in Bayern“

Das Haus der Bayerischen Geschichte präsentierte vom 29. April bis 30. Oktober 2016 die Bayerische Landesausstellung 2016 „Bier in Bayern“ in Aldersbach im Passauer Land.
Der Klosterort Aldersbach mit der Kombination von Bier und Barock in Gestalt von Brauerei, Kloster und Kirche hat sich im Rennen um den Austragungsort der Bayerischen Landesausstellung 2016 “Bier in Bayern” durchgesetzt. Wir freuen uns darauf, 2016 Mittelpunkt der bayerischen Bierwelt zu sein!
Die Themen der Landesausstellung

Das Bild des Freistaats, aber auch der Bayern selbst wird in besonderem Maß von einem Getränk geprägt, dem Bier. Gerne wird vom Bier als Bayerns fünftem Element gesprochen. Es wird als Inbegriff bayerischer Lebensart verstanden und wurde als Nationalgetränk zum Mythos und Markenzeichen des Freistaats.
Am 23. April 1516 erließ der bayerische Herzog Wilhelm IV. eine Verordnung, in der er die Inhaltsstoffe des heimischen Bieres festlegte: „Wir wöllen auch sonnderlichen, das füran allenthalben in unsern Stetten Märckten und auf dem Lannde zu kainem Pier merer stuckh dann allain Gersten, Hopffen und Wasser genomen und gepraucht sölle werden.“
Dieses so genannte Reinheitsgebot, wonach zum Brauen von Bier lediglich Gerste, Hopfen und Wasser Verwendung finden dürfen, gilt als ältestes noch in Kraft befindliches Lebensmittelgesetz. Auch wenn ähnliche kommunale Vorschriften schon früher existierten, gewann die Verordnung von 1516 besondere historische Bedeutung: Für ein relativ großes Territorium eingesetzt, wurde das Reinheitsgebot nach 1800 für das ganze heutige Bayern verbindlich und 1906/07 deutschlandweit durchgesetzt. Es entwickelte sich zu einem weltbekannten Qualitätszeichen.
Anlässlich des 500-jährigen Jubiläums des bayerischen Reinheitsgebots im Jahr 2016 widmet sich die Bayerische Landesausstellung dem Thema „Bier in Bayern“ in seiner kultur-, sozial- und wirtschaftshistorischen Bedeutung.

Die immense Vielfalt an Bierstilen sowie deren regionale Unterschiede etwa bei Konsum (z.B. Weißbier in Südbayern) und Brauart (z.B. fränkisches Rauchbier, Zoigl), ferner die Orte der Geselligkeit wie das bayerische Wirtshaus oder die großen Bierfeste (z.B. Münchner Oktoberfest, Erlanger Bergkirchweih) prägen das Bild der Bayern sowohl in der Selbst- als auch in der Fremdwahrnehmung. Eng verbunden mit diesem Bayernbild ist die Vorstellung des Konsums ungeheurer Mengen Bier, die im Maßkrug, dem bayerischen Trinkgefäß, sinnfällig wird. Das Bier scheint unverzichtbares Element bayerischer Lebensart und Lebensfreude zu sein. Bier und Reinheitsgebot sind längst zu einem klassischen Werbemittel Bayerns geworden. Ein kritischer Blick auf Alkohol und Rausch darf dabei aber nicht fehlen.
Im ehemaligen Kloster Aldersbach kann man im Rahmen der Landesausstellung in den Räumen der alten Brauerei den historischen Brauprozess anhand der noch vorhandenen Einrichtungen wie Darre, „Sau“, Sudpfanne und Schrotmühle und die Brauarbeit früherer Zeiten erleben. Die Entwicklungen im Brauwesen und die neuesten Trends werden ebenso vorgestellt wie der Wandel im Produktionsprozess, bahnbrechende technische Innovationen, Pionierunternehmer, das „Brauereisterben“ insbesondere seit dem Ersten Weltkrieg, gängige und ungewöhnliche Werbemittel oder auch neue „Berufe“ wie der Biersommelier.
Das bayerische Wirtshaus ist nicht nur Inbegriff bayerischer Gemütlichkeit, es war und ist auch Ort der Kommunikation und des Freizeitvergnügens. Hier wird nicht nur getrunken, geschäkert und gespielt, im Wirtshaus fühlt man sich „wia dahoam“.
Die Abteilung „Bierberühmtheiten und Bierschätze“ stellt Persönlichkeiten vor, die mit der Geschichte des bayerischen Biers verbunden sind. So stand etwa 1878 die Münchner Kellnerin Coletta Möritz für Friedrich August von Kaulbach Modell – die fesche „Schützenliesl“ wurde unzählige Male kopiert. Eine legendäre Persönlichkeit war auch Joseph Groll aus Vilshofen. Er führte 1842 die für Bayern typische untergärige Brauweise in Pilsen ein und wurde so zu einem der Väter des Pilsner Biers.
Alltagsgegenstände, technische Exponate und Modelle, kulturgeschichtliche Objekte, Kunstwerke sowie Aktiv-, Tast- und Riechstationen sprechen die Sinne an und laden Kinder und Erwachsene ein, in die aufregende Biergeschichte Bayerns einzutauchen.

Die Themen
• Bierland Bayern?
• Von der „Sau“ zum Hirschen
• Reinheitsgebot, Monopol, Krawall
• Zwischen Biertisch und Kegelbahn
• Von „Viechrausch“ und „Bierherz“
• Brauherren, Pioniere und Geistesblitze
• Bierberühmtheiten und Bierschätze
• Das Bier und seine Bayern

Aldersbach ist eine Gemeinde mit etwa 4.500 Einwohnern im Passauer Land. Malerisch bettet sich der Klosterort in die Hügel des Bayerischen Donautals & Klosterwinkels, nicht weit entfernt von der “kleinen Dreiflüssestadt” Vilshofen an der Donau. Auch Ortenburg mit seinem Schloss, die Wallfahrtskirchen in Sammarei und Grongörgen sowie der “Dom des Rottals” in Fürstenzell sind nicht weit entfernt. Und auch die berühmten Thermen in Bad Füssing, Bad Griesbach und Bad Birnbach sind in einer dreiviertel bzw. halben Stunde erreichbar.

Wie die Ausstellung nach Aldersbach kam

Der Ausstellungsort
Die Jury für den Standortwettbewerb sprach sich einstimmig für die niederbayerische Gemeinde westlich von Passau aus. Aldersbach erfüllte alle Kriterien des Anforderungskatalogs mit Bestnoten. Im ehemaligen Klosterkomplex befinden sich neben der modernen Brauerei der Freiherren von Aretin Teile der historischen Brauerei mit beeindruckender Malzdarre und Schrotmühle, außerdem eine typisch bayerische Gastronomie, die sich trotz ihrer 700 Sitzplätze bescheiden „Bräustüberl“ nennt, mit Festsaal und Bühne, die niederbayerische Kabarettisten und Musiker während der Landesausstellung bespielt haben.

Die Barockkirche
Aldersbach bot eine optimale Bühne für die Landesausstellung. Bayerische Brau- und Wirtshauskultur lässt sich hier mit allen Sinnen erleben. Teile des Konvents des ehemaligen Zisterzienserklosters mit den reich freskierten Bibliotheks- und Refektoriumssälen werden ebenso einbezogen wie die ehemalige Abteikirche, die um 1720 neben Joseph Maria Götz und Joseph Deutschmann vor allem die Gebrüder Egid Quirin und Cosmas Damian Asam in größter Meisterschaft zum „barocken Himmel der Bayern“ gestalteten. Nicht von ungefähr konnte die Asam-Jubiläumsausstellung 1986 in Aldersbach in der nur zweimonatigen Laufzeit 100.000 Besucher zählen.
Aldersbach bietet nicht nur die als typisch bayerisch erachtete Verbindung von „Barock und Bier“, die Gesamtanlage ist darüber hinaus Musterbeispiel für eine bayerische Klosterherrschaft, die aus Landwirtschaft und Brauerei die Grundlage erwirtschaftete, um Kirche und Konventsgebäude von den besten Künstlern ihrer Zeit ausstatten zu können. In Aldersbach liegen alle Attraktionen – von der Brauerei über die Klosterkirche bis zur Wirtschaft – in einem einzigen Gebäudekomplex. Die Besucher der Landesausstellung 2016 werden hier das Thema „Bier in Bayern“ in seiner gesamten kultur- und wirtschaftshistorischen Bedeutung erleben.

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